3. Liga · 6. Spieltag · 15.09.2026 · 19:00 Uhr (Ortszeit) · Jahnstadion Regensburg, Regensburg
MIT BALLFortuna sollte kurze Ablagen und direkte Zuspiele als zusammengehörige Möglichkeiten vorbereiten. Der freie Raum entscheidet über die Wahl.
GEGEN DEN BALLDer erste Regensburger Vorwärtspass braucht Druck, ohne die Sicherung der Tiefe aufzugeben. Gegen zentrale Zielspieler zählt der Zugriff auf die Ablage.
Ende erwartet in Regensburg einen Gegner, der zuletzt höher gepresst hat. Sascha Hildmanns Mannschaft kann Fortuna damit schon nahe dem eigenen Tor unter Zeitdruck setzen. Gleichzeitig bindet hohes Anlaufen Spieler weiter vorne. Gelingt Düsseldorf der erste Ausweg, kann dahinter Platz für einen eigenen Angriff entstehen.
Das Gegnerprofil hebt Lucas Hermes im Angriff und Hannes Hermann im Tor hervor. Ihre Rollen markieren zwei Enden derselben Verbindung: Der Torwart kann einen Aufbau beginnen oder direkt eröffnen, der Angreifer ein Zuspiel vorne binden. Fortuna sollte deshalb sowohl den kurzen Weg als auch die mögliche direkte Fortsetzung berücksichtigen.
Den ersten Zugriff nicht zum letzten Pass werden lassen
Bei eigener Eröffnung könnte ein kurzer zentraler Empfänger den Gegner herausziehen. Entscheidend wäre dann eine seitlich versetzte Ablage. Der folgende Spieler erhält den Ball möglichst so, dass er hinter das Regensburger Mittelfeld spielen kann. Ohne diesen Anschluss würde der kurze Pass lediglich den Druck auf einen anderen Düsseldorfer übertragen.
Der direkte Weg bleibt sinnvoll, wenn Regensburg die kurzen Stationen eng verfolgt. Dafür sollte der Zielspieler Unterstützung haben, sobald der Ball unterwegs ist. Ein vorbereiteter zweiter Ball kann den gegnerischen Druck ebenso wirksam überspielen wie eine flache Kombination.
Nach dem Ausweg die freie Seite erreichen
Gelingt die Lösung auf einer Seite, kann Regensburg versuchen, dort sofort wieder zu verdichten. Ein Spieler auf der gegenüberliegenden Außenbahn gibt Fortuna die Möglichkeit, den gewonnenen Raum zu erhalten. Der Seitenwechsel sollte dann einen Angriff fortsetzen, statt nur Zeit verstreichen zu lassen.
Das Nachrücken muss allerdings abgesichert sein. Ein Außenverteidiger kann höher gehen, wenn die Spieler hinter ihm den Raum übernehmen. Würden beide Seiten unabhängig voneinander vorstoßen, könnte ein einziger ungenauer Pass den Gegner in eine offene Situation bringen. Gerade gegen frühen Druck ist diese Abstimmung ein Teil der Aufbauentscheidung.
Die AUFBAULINIE-Einschätzung
Aus unserer Sicht ist der Raum hinter Regensburgs erstem Anlaufen der interessanteste Ansatzpunkt. Wir würden keinen einzigen Aufbauweg festschreiben. Fortuna sollte den Gegner kurz binden können, aber ebenso vorbereitet direkt spielen. Der gemeinsame Nenner ist der erreichbare nächste Mitspieler.
Quellen
Rückwirkend verfasste Vorschau mit Informationsstand 14.09.2026. Spätere Spielereignisse sind nicht eingeflossen. Die beschriebenen Lösungen sind unsere taktische Einschätzung.