3. Liga · 1. Spieltag · 07.08.2026 · 19:00 Uhr (Ortszeit) · Carl-Benz-Stadion, Mannheim
MIT BALLDer fehlende Hendrix verlangt mehrere erreichbare Anspielstationen. Ein Spieler sollte auch hinter dem gegnerischen Mittelfeld bleiben.
GEGEN DEN BALLFortunas erstes Anlaufen braucht ein nachschiebendes Mittelfeld. Gegen Mannheims neue Besetzung kann gemeinsamer Druck Abstimmungen erschweren.
Der Saisonstart stellt Fortuna sofort vor eine personelle Aufgabe. Jorrit Hendrix fehlt gesperrt, Anhari und Egouli stehen verletzt nicht zur Verfügung. Meiser ist wieder im Training und eine mögliche Option. Alexander Ende muss in Mannheim deshalb eine Mannschaft aufstellen, die den Aufbau auch ohne einen wichtigen zentralen Spieler verbinden kann.
Dabei wäre es zu einfach, lediglich nach einem direkten Ersatz für Hendrix zu suchen. Seine fehlende Anspielstation lässt sich durch mehrere Angebote auffangen. Entscheidend ist, dass diese Spieler nicht alle denselben Raum besetzen. Einer kann sich kurz lösen, während ein anderer höher bleibt und den nächsten Pass ermöglicht.
Nicht alle zum Ball
Gerade zum Auftakt ist der sichere erste Pass verlockend. Kommt dafür das gesamte Mittelfeld zurück, steht Fortuna anschließend aber womöglich mit vielen Spielern vor dem Mannheimer Block. Unsere bevorzugte Lösung wäre eine versetzte Besetzung: kurze Unterstützung für den Ballführenden und zugleich ein Empfänger hinter dem ersten gegnerischen Zugriff.
Zieht Waldhof auf einer Seite zusammen, kann der Wechsel auf die andere Seite sinnvoll werden. Er sollte jedoch einen Vorteil fortsetzen, statt nur den Ball um die gegnerische Ordnung herumzuschieben. Der freie Außenverteidiger braucht entweder Raum zum Vorstoßen oder einen Mitspieler, mit dem er den nächsten Gegner ausspielen kann.
Den eigenen Angriff absichern
Rui Mota übernimmt bei Waldhof eine deutlich veränderte Mannschaft. Fortuna kann versuchen, diese neue Besetzung unter Druck zu setzen. Dazu müssen erste und zweite Linie gemeinsam nach vorne gehen. Ein allein anlaufender Stürmer kann einen Pass erzwingen; die nächste Düsseldorfer Linie muss dessen Empfänger dann auch erreichen.
Die gleiche Nähe hilft nach eigenem Ballverlust. Wer den Ball im Zentrum riskiert, benötigt dort Unterstützung. Beim direkten Zuspiel nach vorne sollte ein Mitspieler für die Ablage bereitstehen. So kann Fortuna aktiv bleiben, ohne jeden Angriff in einen offenen Laufwettbewerb zu verwandeln.
Die AUFBAULINIE-Einschätzung
Für uns liegt die wichtigste Entscheidung in der Aufgabenverteilung ohne Hendrix. Mehrere Spieler können den Aufbau tragen, wenn ihre Positionen zueinander passen. Wir würden einen klaren höheren Anschluss einer zusätzlichen tiefen Anspielstation vorziehen, sobald der erste Pass bereits gesichert ist. Der Mut nach vorne ist sinnvoll, solange die Mannschaft dahinter gemeinsam nachrückt.
Quellen
Rückwirkend verfasste Vorschau mit Informationsstand 05.08.2026. Spätere Spielereignisse sind nicht eingeflossen. Die beschriebenen Lösungen sind unsere taktische Einschätzung.